„Ich bin stolz auf meinen Weg.“

Karin Zangerle-Widerin, Pflegedienstleitung SeneCura Sozialzentrum Hohenems

Karin Zangerle ist eine waschechte Vorarlbergerin: Geboren in Dornbirn, aufgewachsen in Hohenems, wo sie lange auch lebte, ist sie vor zwei Jahren nach Mäder gezogen.

In Hohenems wurde auch der Grundstein für ihre Karriere in der Pflege gelegt. Ursprünglich besuchte sie die Hauswirtschaftsschule, aber als „alle in die Krankenpflegeschule gegangen sind, bin ich mitgegangen. Mit 16 flog ich aus der Schule hochkantig raus, weil ich dachte, ich muss ja nichts lernen.“

Von der Reinigungskraft zur Pflegedienstleitung

Ihrem resoluten Vater ist es zu verdanken, dass sie ihren erfolgreichen Weg gleich beginnen konnte. Er fuhr mit ihr zum Krankenhaus und verschaffte ihr mit den Worten „Hier ist eine junge Dame, die bleibt keinen Tag zu Hause und braucht Arbeit. Haben Sie etwas?“ noch am selben Tag einen Job.

Sie startete im Krankenhaus in Hohenems in der Reinigung und stieg nach einem Jahr zum Stockmädchen auf. Nach der Elternkarenz mit ihrer Tochter begann sie konsequent an ihrer beruflichen Entwicklung zu arbeiten.

2001 – Gründung der SeneCura

Im Gründungsjahr von SeneCura war Karin Zangerle hautnah dabei. 2001 hat SeneCura das Haus in Hohenems von der Gemeinde übernommen und damit auch die Station für chronisch Kranke im Krankenhaus. Karin Zangerle war damals dort als Altenbetreuerin tätig Wolfgang Berchtel, der Mitarbeiter „Nr. 1“, und sie blieben während ihrer gesamtem beruflichen Laufbahn bei SeneCura. Ihre Karrieren sind beispielhaft für die Karrierechancen in der SeneCura Gruppe.

Interview mit Karin Zangerle-Widerin

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Konsequenter Aufstieg durch kontinuierliche Ausbildung

Nach Absolvierung der Altenpflegeschule, entspricht der heutigen Pflegeassistenzausbildung, folgte das Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege. Mit der Weiterbildung für Basales und Mittleres Pflegemanagement qualifizierte sich Karin Zangerle für Führungsaufgaben in Pflegebereich. Im Jahr 2005 übernahm sie die Leitung eines Wohnbereichs bei SeneCura in Hohenems, im Jahr 2008 die Pflegedienstleitung bei SeneCura im Herrenried, 2011 zusätzlich die Pflegedienstleitung in Hohenems und absolvierte 2012 das Masterstudium Pflegemanagement. Seit 2023 ist sie Pflegedienstleitung bei SeneCura Hohenems.

Die Herausforderungen der berufsbegleitenden Ausbildung meisterte die Mutter zweier Kinder mit Unterstützung ihrer Familie.

Beruf Pflegedienstleitung: von Qualität bis Nachwuchsförderung

Als Pflegedienstleitung ist Karin Zangerle für die Organisation der gesamten Pflege bei der SeneCura in Hohenems verantwortlich. Sie hat die disziplinarische und fachliche Aufsicht über die Mitarbeitenden in der Pflege. Zu ihren Aufgaben zählen die Personalplanung, die Erstellung von Dienstplänen, die Umsetzung der Pflege nach den SeneCura Näher am Menschen-Standards sowie die Qualitätssicherung.

„Ich bin stolz, diesen Weg geschafft zu haben – von der Reinigungsdame zur Pflegedienstleitung. Es ist mir ein Anliegen, auch meinen Kolleg:innen zu zeigen, dass sich gute Ausbildung auszahlt. Ich freue mich immer sehr, wenn ich wieder zu einem Abschluss gratulieren kann. Die Förderung junger Menschen ist mir sehr wichtig.“

Freier Kopf durch Bewegung und Natur

Die Schönheit der Vorarlberger Landschaft genießt Karin Zangerle gerne beim Fahrradfahren. Sie ist oft draußen in der Natur und nützt diese Zeit ganz bewusst, um abzuschalten und den Kopf freizubekommen.

Ihr Liebe zur Bewegung zeigt sich auch beim Tanzen, wo sie gemeinsam mit ihrem Partner schon einige Kurse absolviert hat.

Es war alles gut – viel gearbeitet und viel gestaltet

„Es war alles gut“, resümiert Karin Zangerle. „Wir haben viel gearbeitet und viel auf den Weg gebracht. Es war ein gutes Miteinander, das uns auch durch schwere Zeiten getragen hat.“ Die Coronazeit brachte sie an ihre Grenzen, zeigte aber auch, dass auf jede:n Einzelne:n im Team Verlass war. Ihr Leitsatz ‚Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird‘ half ihr in herausfordernden Zeiten Ruhe zu bewahren und den Blick aufs Wesentliche zu richten.

„Ich bin dankbar, dass mir so viel ermöglicht wurde, ich bei vielen Themen dabei war und mitgestalten konnte. Ein Haus 25 Jahre lang zu begleiten und weiterzuentwickeln, das ist schon etwas sehr Besonderes. Ich bin stolz, dass ich dazu beigetragen habe, dass sich so viele Menschen bei uns gut aufgehoben wussten und wissen und dass sich unser Haus in Hohenems in 25 Jahren sich so gut entwickelt hat.“