
„Immer am Puls bleiben – für das Wohl der Kinder und Jugendlichen.“
Melanie Reiter, Ärztliche Direktorin OptimaMed Kinder- und Jugendrehabilitation Wiesing
Mit der OptimaMed Kinder- und Jugendrehabilitation in Wiesing hat Melanie Reiter ihr Herzensprojekt gefunden. Nahe ihrer Heimat am Achensee hat sie dieses erste Zentrum für altersgerechte mobilisierende und Mental Rehabilitation in Westösterreich mitaufgebaut und leitet es von Anfang an als ärztliche Direktorin.


Interview mit Melanie Reiter
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Mehr InformationenIm Einsatz für Kinder und Jugendliche
Melanie Reiter studierte Humanmedizin an der Universität Innsbruck. Als sich im Gegenfach zu ihrer Ausbildung zur Neurologin in Innsbruck die Chance ergab, eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychiaterin zu absolvieren, ergriff sie sie. Eine Entscheidung, die den Grundstein für ihre erfolgreiche Karriere legte, die sie bis nach Wiesing führte.
Als Oberärztin auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Innsbruck und Hall, wo sie zwei Stationen leitete, sammelte sie Erfahrungen in der stationären Behandlung von jungen Patient:innen mit psychischen Erkrankungen. Ab 2019 arbeitete sie im niedergelassenen Bereich in einer Kassenpraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und gestaltete die Planung des OptimaMed Zentrums in Wiesing maßgeblich mit. Zusätzlich absolvierte sie eine sechsjährige Psychotherapieausbildung mit dem Schwerpunkt Tiefenpsychologie und „da das in der Reha auch nicht schadet“, zusätzlich eine zur Arbeitsmedizinerin.
Herzensprojekt OptimaMed Kinder- und Jugendrehabilitation Wiesing
„Wiesing bedeutet mir sehr viel. Wir waren schon vom Rohbau an dabei. Es war eine tolle Erfahrung“, blickt Melanie Reiter zurück. Besonders beim Start des Rehabetriebs 2023 zeigte sich der starke Zusammenhalt, der das Unternehmen auszeichnet. Dabei können die Teams nicht nur auf die Unterstützung durch die Zentrale zählen sondern auch von der Expertise anderer OptimaMed Einrichtungen profitieren – wie Wiesing von der Kinder- und Jugendrehabilitation in Wildbad .

Lebensfreude und Lebensqualität
„Es ist schön zu erleben, wie der Verlauf in 5 Wochen ist: Die Kinder kommen belastet, manche mit schlechter Haltung, und gehen nach 5 Wochen raus, viel aufrechter und motivierter. Die Eltern sind entspannter“, beschreibt die ärztliche Direktorin wie Kinder und Eltern vom Rehabilitationsaufenthalt profitieren. Bis heute (Stand Juni 2026) konnten in Wiesing bereits 1031 junge Patient:innen (mit 643 Begleitpersonen) betreut werden, um gestärkt, selbstbewusst und mit neuer Lebensfreude in ihren Alltag zurückkehren.
Zurück in die Schule
Ein großes Anliegen ist Melanie Reiter die Heilstättenschule im Haus mit zwei Klassen. Unser Ziel ist es „dass wir Kinder zurück in die Schule bringen. Dass Kinder und Jugendliche unter Gleichaltrigen sein können und nicht allein zu Hause sitzen.“
Diese Schule bietet während des Rehaaufenthalts eine professionelle schulische Begleitung für Kinder und Jugendliche, die aufgrund von gesundheitlichen Herausforderungen, insbesondere Schulangst oder Schulabsentismus, Unterstützung benötigen. Hier kann der schulische Weg der jungen Patient:innen in einem sicheren Rahmen fortgesetzt und die gesundheitliche und emotionale Stabilisierung gefördert werden.
Immer am Puls sein
„Mein Beruf verändert sich ständig, man muss immer am Puls bleiben. Heute muss man viel mehr auf die sozialen Medien achten. Es ist ein großes Thema, dass Jugendliche völlig in Social Media untertauchen und nicht mehr zu Schule gehen. Da ist es eine große Aufgabe zu detoxen. Bei uns geben die Jugendlichen am Abend die Handys ab und sie bekommen sie in der Früh wieder. Es gibt nicht wenige, die sagen, das entlastet sie“, beschreibt Melanie Reiter einen Aspekt ihrer Tätigkeit.
Abstand vom Alltag
„Die Kinderreha bedeutet Abstand von Alltag, Erleben von Natur, Zeit, die Eltern mit den Kindern verbringen, die Kinder zu Therapien begleiten, den Austausch mit den Therapeut:innen, ohne sich um alltägliches wie Essen oder Haushalt zu kümmern. Qualitative Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Dass, das Kind sich auf seine Therapien konzentrieren kann“, fasst die ärztliche Direktorin die Vorteile einer Rehabilitation zusammen.


Am Achensee unterwegs
Wie ihre Patient:innen muss sich auch Melanie Reiter selbst ermutigen, etwas für sich zu tun. Ausgleich findet sie bei ihrer Familie, Freunden, ihrem Hund und in der Natur, wo sie am liebsten am Achensee unterwegs ist und dort immer wieder Patient:innen und Eltern trifft, die Ausflüge machen.
Tiere sind fixer Teil ihres Lebens. Als ausgebildete Therapiehundeführerin weiß sie, wie gut ein „tierischer Therapeut“ den Kindern tut. Und so schaut auch ihr Cockerdoodle Shiva manchmal in der Reha vorbei.
Nehme alles mit Humor
Ihr Leitsatz „Nimm alles mit Humor“ begleitet Melanie Reiter schon lange. Es hilft ihr die Spannung rauszunehmen und „Wenn man’s mit Humor nimmt, und wenn man Ende drüber lachen kann, ist es schon gut ausgegangen“, ist sie überzeugt.


OptimaMed Kinder- und Jugendrehabilitation Wiesing
22 Plätze für mobilisierende und
15 Plätze für Mental Health Rehabilitation
22 Plätze für Begleitpersonen