„Bin durch den Beruf selbstbewusster geworden.“

Leonie Feichtinger, Lehrling Pflegeassistenz SeneCura Sozialzentrum Feldbach

Bei einem Praktikum in der allgemeinen Sonderschule in Gleisdorf während ihrer Schulzeit im Polytechnikum hat Leonie Feichtinger das erste Mal mit pflegebedürftigen Kindern gearbeitet. Diese schöne Erfahrung war ausschlaggebend, dass sie sich für eine Pflegeausbildung entschieden und den Weg konsequent weiterverfolgt hat.

Interview mit Leonie Feichtinger

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Einstieg in den Beruf der Pflegeassistenz mit einer Lehre bei SeneCura

Nach Ende der Schulzeit hat sich Leonie direkt bei SeneCura in Feldbach für die Lehre der Pflegeassistenz beworben und ihre Ausbildung Ende 2024 begonnen. Die Berufsschule absolviert sie in Bad Radkersburg.

Gut begleitet in die Praxis

Altersbedingt – da sie bei Lehrbeginn noch nicht 17 Jahre alt war – lag Leonie’s Fokus anfangs auf der Betreuung. Inzwischen ist sie fest in den Pflegealltag integriert und ihr Arbeitstag gestaltet sich abwechslungsreich: Sie unterstützt das Team der Pflege- und Pflegefachassistenz, übernimmt hauswirtschaftliche Tätigkeiten und begleitet die Bewohner:innen bei den Mahlzeiten. Für Leonie ist diese stufenweise Ausbildung der perfekte Weg: „Ich finde das gut, dass ich langsam in die Pflege hereingeholt werde und nicht von 0 auf 100.“

Wertschätzung und starker Rückhalt

Der einfühlsame Umgang mit den Bewohner:innen und das Eingehen auf ihre individuellen Bedürfnisse haben für Leonie oberste Priorität. Getragen wird ihre Arbeit von einem verlässlichen Team und einer lebendigen Hausgemeinschaft. Das enge und vertrauensvolle Miteinander von Mitarbeitenden und Bewohner:innen ist für sie ein ganz wesentlicher Wohlfühlfaktor im Job.

Ein Vogelhaus sorgt für Freude

2025 nahmen alle SeneCura Häuser an einem österreichweiten Vogelhaus-Wettbewerb teil. Gemeinsam mit Bewohner:innen wurde auch im SeneCura Sozialzentrum Feldbach ein Vogelhaus zusammengebaut und phantasievoll bemalt. Dieses gemeinsame Projekt mit den Bewohner:innen hat Leonie besonders gut gefallen. Alle freuen sich, wenn sie das kleine Kunstwerk, das von den Vögeln gerne genützt wird, im Garten sehen. Solche Aktionen tragen zur Lebensfreude der Bewohner:innen genauso bei wie zur Freude an der Arbeit bei den Mitarbeitenden.

Persönlich gewachsen

Durch den Umgang mit Kolleg:innen und Bewohner:innen ist Leonie selbstbewusster geworden. „Ich fühle mich so herzlich aufgenommen, da kann ich einfach ich sein“, betont sie. Mit ihrer Berufswahl ist sie sehr zufrieden und erinnert sich gerne an ihr Praktikum mit den Kindern der Sonderschule, mit dem alles begann.

Lehre Pflegeassistenz

Junge Menschen können in Österreich bereits ab dem 15. Lebensjahr mit einer dualen Ausbildung beginnen. Nach drei Jahren Lehrzeit schließen sie die Lehre zur „Pflegeassistenz“ ab. In einem vierten Anschlussjahr kann die weiterführende Qualifikation zur „Pflegefachassistenz“ erworben werden. Danach steht aber auch, nach Abschluss der Berufsreifeprüfung, der Weg zum Fachhochschulstudium der Gesundheits- und Krankenpflege in verkürzter Form offen.

Im Unterschied zur schulischen Ausbildung in der Pflegeassistenz stehen bei der Lehre die praktische Anleitung und Tätigkeit im Betrieb im Vordergrund. Die Lehrlinge sind bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres unter Anleitung von Fachkräften vorwiegend im hauswirtschaftlichen Bereich, in der Kommunikation und Begleitung der Bewohner:innen tätig. Die Berufsschule wird in Blockform absolviert.