
„Schauen wir bewusst und positiv nach vorne.“
Anton Kellner, CEO SeneCura Gruppe
Als sich Anton „Toni“ Kellner gegen die Ausbildung zum Bauingenieur und für die Arbeit mit Menschen entschied, wusste er noch nicht, dass er damit den Grundstein für eine Karriere legte, die ihn bis an die Spitze der SeneCura Gruppe führen sollte.
Aufgewachsen in Laa an der Thaya begann er beim Land Niederösterreich als Amtsvormund in der Jugendarbeit. Dank der Initiative von Landeshauptmann Erwin Pröll genoss er von 1993 bis 1996 die umfassende Ausbildung für künftige Führungskräfte des Landes. Nachdem er die Zusammenlegung und Revitalisierung von drei bestehenden Pflegeheimen in Tulln erfolgreich umgesetzt hatte, wurde Rudolf Öhlinger, der Gründer den SeneCura, auf ihn aufmerksam und holte ihn 2004 ins Unternehmen.


Die Anfänge in Vorarlberg und Kärnten
Mit zwei bestehenden Pflegeheimen in Hohenems und Klagenfurt und Plänen für den Zukauf weiterer vier Häuser begann Toni Kellner als erster Operativer Direktor die Entwicklung der SeneCura voranzutreiben, um Pflege und Betreuung gemäß des „Näher am Menschen“-Leitbildes österreichweit anbieten zu können.
Trampolin für den Erfolg der SeneCura
Als erstes SeneCura Haus war Hohenems das Aushängeschild für das neue Angebot und die hohe Pflegequalität eines privaten Betreibers am Pflegemarkt. Viele kamen, um das neue Konzept zu sehen. „Der Besuchstourismus in diesem damals einzigen Haus war enorm. Und so sehe ich Hohenems heute noch als Trampolin für den Erfolg der SeneCura“, blickt Anton Kellner zurück.
Wichtig war Toni Kellner von Anfang an die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gemeinden: „Der Bedarf an qualitätsvoller Pflege war auch damals hoch – und wir haben viel Vertrauen aufgebaut. Ich kenne noch heute fast jeden Bürgermeister in Gemeinden mit SeneCura Häusern persönlich.“


Die Gesundheitssparte ausgebaut
Zum Angebot der Pflege kam 2012 mit der Eröffnung der ersten Neurologischen Rehabilitationsklinik im Burgenland in Kittsee die OptimaMed Gesundheitssparte dazu. Das Rehabilitationszentrum im steirischen Wildbad und die Übernahme der DDr. Wagner Einrichtungen 2017 bildeten weitere Meilensteine in der Entwicklung der SeneCura Gruppe.
„Wir sind heute ganz stark im Gesundheitsbereich. Nach den Jahren der Coronakrise geht es wieder deutlich bergauf. Wir wollen wieder investieren. Es gibt hier Angebote. Auch im Pflegebereich wird es weiter Entwicklungen geben, da der Bedarf ständig steigt.“, skizziert Toni Kellner seine Pläne. Es gibt noch viel, was er in den nächsten Jahren umsetzen möchte.
Interview mit Toni Kellner
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Mehr InformationenHeute: Wichtiger Partner für Pflege und Gesundheit
Heute steht Toni Kellner als CEO an der Spitze eines Unternehmens mit rund 6.000 Mitarbeitenden in 87 Pflege- und Gesundheitseinrichtungen österreichweit, das wichtiger Partner der öffentlichen Hand in der Versorgung der Bevölkerung in Pflege und Gesundheit ist. Auch seine Pläne, das Angebot von SeneCura und OptimaMed über die Grenzen hinaus verfügbar zu machen, sind aufgegangen. Die Niederlassung in Tschechien wurde 2025 erfolgreich an einen Nachfolger verkauft, die Standorte in Slowenien und Kroatien sollen weiter ausgebaut werden. Als Verantwortlicher für die Region CEE und Schweiz der emeis Gruppe rundet seine Position als Verwaltungsratspräsident der Senevita Gruppe in der Schweiz seine internationale Tätigkeit ab.

Echte Handschlagqualität – und Menschen mit Herz
Was den Erfolg der SeneCura Gruppe ausmacht? Die Handschlagqualität, für die SeneCura immer geschätzt wurde. „Unsere Teamfähigkeit und Gemeinschaft machen uns aus. Ich bedanke mich dafür bei allen Mitarbeitenden. Ich bin nur einer von ihnen, sie alle machen das möglich. Viele sind seit der Unternehmensgründung bei uns und ich freue mich immer sehr, wenn ich zu einer Pensionierung eingeladen werde.“
In den Häusern ist Toni Kellner immer gerne gesehen. Auch wenn ihm das leider nicht so oft wie früher möglich ist – wenn er da ist, hat er ein offenes Ohr für die Teams. So wie einmal in Pressbaum, als er hört, dass eine Heimhelferin kurz vor der Pensionierung gern mit dem Chef Cabrio fahren wollte. Da borgte er kurzerhand ein Cabrio aus und überraschte sie mit einer Runde durch die Umgebung.

Das Glück dieser Erde…
liegt auf dem Rücken der Pferde. Das stimmt für Toni Kellner ganz bestimmt. „Viele finden die Arbeit in unserem Beruf sehr anstrengend. Für mich habe ich einen Ausgleich gefunden. Das sind meine Pferde. Sie spiegeln mir sehr deutlich, wie es mir wirklich geht. Wenn ich mit viel Adrenalin beim Reitstall vorfahre und ich mich auf´s Pferd setze, spiegelt das Tier sofort: „Du brauchst Auszeit, du brauchst Ruhe, komm herunter.“
Auch kleinere Vierbeiner haben Toni sein ganzes Leben lang begleitet. Seine Hündin Karla ist meist auch im Reitstall dabei. Und der Stoffhase in seinem Büro erinnert ihn an seine Zeit im Jugendamt der BH Gänserndorf. Er war dort das beliebteste Spielzeug der Kinder, die zu einer Beratung kamen. Zum Abschied bekam Toni Kellner von den Kolleg:innen den Hasen geschenkt, der ihn bis heute begleitet.


Lebe heute!
Wenn Toni Kellner ein Motto im Leben hat, dann heißt es: Lebe heute! „Ich durfte eines der ersten Hospize in Österreich in Tulln mit aufbauen. Dort habe ich gelernt, dass es extrem wichtig ist, das Heute wahrzunehmen. Hospiz ist Sterbebegleitung und wir wussten nicht, wie lange der Mensch, der bei uns war, noch ein Heute erleben durfte“, meint er nachdenklich.
Und er hat zum Abschluss noch einen Tipp für die junge Generation. „Wenn mir jemand mit 20 Jahren gesagt hätte, was ich später noch alles erreichen würde, das hätte mir damals sehr geholfen. Denn ich hatte nicht das Vertrauen, dass ich meine Ziele nachhaltig verfolgen kann. Heute würde ich jedem jungen Menschen empfehlen: Hab Selbstvertrauen, schau bewusst und sehr positiv nach vorne.“