Potenziale 50+:
Meilenstein in der MitarbeiterInnen-Förderung
Knapp 20% der SeneCura MitarbeiterInnen sind über 50 Jahre alt und zählen somit zur Gruppe der älteren ArbeitnehmerInnen. Um diesen Mitarbeiterinnen ein altersgerechtes Arbeitsumfeld bieten zu können, startete SeneCura 2007 mit dem österreichweiten Mitarbeiterförderprogramm „Potenziale 50+“.
Start mit anonymer Umfrage
Erster Schritt zum Abtesten des Zufriedenheitsstatus mit dem Arbeitsumfeld war eine anonyme, österreichweite Befragung im Mai 2008 – mit ausgezeichneten Ergebnissen. Insgesamt sind mehr als vier Fünftel der Befragten mit den flexiblen Arbeitszeiten, dem sozialen Umfeld und dem Arbeitsklima sehr bzw. eher zufrieden, und 60% wollen bis zur Pensionierung bei SeneCura arbeiten. Ein Kernergebnis der Umfrage war die hohe Bereitschaft zur Mitarbeit an Mentoring-Programmen: 75% der SeneCura-MitarbeiterInnen wollen aktiv an Projekten zum Wissenstransfer zwischen den Generationen mitmachen.
Ganzheitliche Gesundheit in fünf Modulen
Nach der Befragung wurden in jedem Haus konkrete Bedürfnisse abgefragt und gemeinsam ein Maßnahmenkatalog 50+ erarbeitet. Prävention und Regeneration bei der Gesundheitsvorsorge stehen im Mittelpunkt. Ziel ist, körperlichen Einschränkungen wie Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden und natürlich auch psychischen Belastungen wie Burn-out entgegen zu wirken. Daher organisierte SeneCura als nächsten Schritt im Frühjahr 2010 für alle älteren MitarbeiterInnen Thermenwochenenden in jeder Region, um Schnupperkurse von Yoga über Rückengymnastik bis hin zu Raucherentwöhnung zu bieten. Nun wurde ein österreichweites Programm mit fünf Modulen zur ganzheitlichen Gesundheit gestartet: Workshops zu den Themen „Gesunder Rücken“, „Psychoenergetische Methoden“, „Schlank ohne Drama“, „Anti-Ärger-Strategien“ und „Psychische Gesundheit“ werden bereits umgesetzt und je nach Haus mit individuellen Aktivitäten wie Nichtraucherseminaren, Yoga-Kursen, Gemüsekörben oder Salatbars für gesunde Ernährung ergänzt.
Altersgerechtes Arbeiten – vom Jobprofil
bis zu den Arbeitszeiten
Ein zweites, wichtiges Bedürfnis der älteren SeneCura MitarbeiterInnen war, die Arbeitsprofile und -zeiten anzupassen. So wird beispielsweise die Belastung durch schwere körperliche Arbeit wie Heben und Umlagern der BewohnerInnen durch die Rolle als Anleiter neuer MitarbeiterInnen oder durch den verstärkten Einsatz bei administrativen Tätigkeiten ersetzt. Individuelle Arbeitszeit-Regelungen, Kinderbetreuungsangebote, die Rücksichtnahme auf Betreuungspflichten bei der Dienstplangestaltung und gezielte Förderungen schaffen bereits seit Jahren eine ideale Struktur für das stark weiblich dominierte Pflegepersonal in unseren Häusern, ganz unabhängig vom Alter. Mittlerweile wurden die Dienstlängen und -zeiten, die Anzahl aufeinander folgender Dienste und Nachtdienste bedarfsgerecht angepasst, die Arbeitsprofile verändert und die Abläufe umstrukturiert. Ältere MitarbeiterInnen übernehmen zum Beispiel verstärkt Mentoring-Positionen, führen Dokumentationsarbeit durch und betreuen das Ehrenamtliche Besuchsteam.